Jugendschutz auf E-Zigis & Co ausweiten!
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Auf dieser Seite finden Sie Medienberichte und Informationen, die wir aus sozialarbeiterischer oder sozialpolitischer Sicht interessant finden und für Sie ausgewählt haben.
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Neue Tabak-Vorschriften sollen Rücksicht auf die Wirtschaft nehmen. Und auf Junge: Die Altersgrenze wird auf 18 erhöht.
Der Bundesrat präsentierte dem Parlament heute ein Tabakproduktegesetz, das in zentralen Punkten beim Kinder- und Jugendschutz versagt. Eine Allianz aus 85 Organisationen fordert deshalb umfangreiche Anpassungen der Vorlage im National- und Ständerat.
Demnächst dürfte die E-Zigarette Juul auch in der Schweiz erhältlich sein. Politiker sorgen sich, dass der Jugendschutz wegen Gesetzeslücken gefährdet ist. Und die Tabakkonzerne fürchten die trendige neue Konkurrenz.
Ein Gutachten der Hochschule der Medien (HdM) hat die Form und Verbreitung direkter Kaufappelle an Kinder und Jugendliche in sozialen Medien untersucht. Die Forscher fanden im Auftrag der KJM heraus, dass in jedem zwölften Post eines Influencers mittlerer Reichweite mit einem verbotenen direkten Kaufappell an Kinder und Jugendliche zu rechnen ist. Jedoch scheinen Jugendliche über eine relativ hohe Kompetenz im Bereich Werbung zu verfügen.Zum Thema: Kommunikationswissenschaftliches Gutachten zu direkten Kaufappellen bei Kindern und Jugendlichen in Sozialen Medien (Hochschule der Medien)
Zu Testzwecken hat das Blaue Kreuz Minderjährige Alkohol und Tabak kaufen lassen. Das Resultat: In fast jedem zweiten Laden kamen die Testkäufer an Zigaretten.
Lehrerpräsident Beat W. Zemp spricht sich vehement gegen Klassenchats über den US-Messenger-Dienst aus. Der Lehrerverband hat Regeln verfasst, wie mit Whatsapp an Schulen umgegangen werden soll.Mehr zum Thema: Neue Whatsapp-Altersrichtlinie bringt Lehrer in die Bredouille (NZZ)Lehrer müssen Klassenchats auf Whatsapp löschen (BZ)
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 25. April 2018 die Jugendarbeits-schutzverordnung revidiert. Jugendliche müssen nicht länger das 18. Altersjahr abwarten, um gefährliche Arbeiten in ihrem erlernten Beruf zu verrichten.
Im Hinblick auf die bald deutlich schärferen EU-Datenschutzregeln passen Social-Media-Dienste wie Facebook, Whatsapp oder Twitter jetzt ihre Dienste, Hausregeln und Alterslimiten an.
WhatsApp will angeblich das Mindestalter demnächst auf 16 Jahre hochsetzen. Hintergrund ist die Datenschutzgrundverordnung, die ab Ende Mai in ganz Europa gilt. Fraglich ist aber, wie eine solche Altersgrenze in der Praxis umgesetzt und kontrolliert werden kann.
Kinder- und Jugendärzte warnen vor einer Legalisierung von Cannabis. Mit Blick auf in Düsseldorf und anderen Städten geplante Cannabisprojekte erklärte der Sprecher des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Josef Kahl, am Mittwoch in Köln, die Substanz sei keineswegs harmlos. Der Cannabiskonsum sei unter 12- bis 17-Jährigen weit verbreitet und seit 2011 stetig gewachsen.
Die neuen „Wenn-Ich-Karten“ regen Jugendliche an, sich mit Fragen der Identität, mit Lebenszielen, Normen und Werten sowie mit Motiven, Funktionen und Risiken von Suchtmitteln oder Suchtverhalten auseinanderzusetzen. Sie unterstützen die Selbstreflexionsfähigkeit, die Identitätsentwicklung und die Risikokompetenz. Der offene Austausch über Konsummotive, Gruppendruck sowie den Risiken von psychoaktiven Substanzen und Essverhalten fördert die Normbildung in der Gruppe und korrigiert Mythen über Verbreitung, Wirkung und Risiken von Substanzen.
Die beliebtesten Internetangebote von Jugendlichen stellen, laut JIM-Studie 2017, Selbstdarstellung und Kommunikation in den Mittelpunkt. Die neuen digitalen und analogen Materialien von klicksafe und Handysektor unterstützen Fachkräfte dabei, Jugendlichen einen verantwortungsbewussten Umgang mit ihren privaten Daten zu vermitteln, sodass sie lernen, ihr „digitales Ich“ zu reflektieren.
Warum Jugendschutz ohne ein umfassendes Werbeverbot unmöglich ist. Lobbys versuchen, Werbung für E-Zigaretten zuzulassen.
Das Fazit ist ernüchternd: Die Bier- und Spirituosenverkäufe an minderjährige Urner sind massiv angestiegen. Mehr als die Hälfte der getesteten Urner Verkaufsstellen hielten sich nicht an die geltende Gesetzgebung.
Über 30% der 15- bis 25-Jährigen SchweizerInnen rauchen. Während der Tabakkonsum der 15- bis 17-Jährigen zurückgeht, steigt er in den letzten Jahren bei jungen Erwachsenen an. Beim Jugendschutz bleibt aber noch viel zu tun: Vor allem die Jüngeren in der befragten Altersgruppe überschätzen die Verbreitung des Rauchens massiv. Jeder Sechste der 15- bis 17-Jährigen hat auch bereits Werbegeschenke der Zigarettenindustrie erhalten, und noch zu viele Minderjährige können ihre Zigaretten selber kaufen.
Vier Mitglieder des Nationalrates aus vier Parteien haben heute zusammen vier Motionen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakwerbung eingereicht. Die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz begrüsst diese Initiative.
Der zweite Entwurf des Bundesgesetzes über Tabakprodukte (TabPG) wurde vom Bundesrat an seiner Sitzung vom 8. Dezember 2017 in die Vernehmlassung geschickt. Er gestattet und reglementiert den Verkauf von Alternativprodukten wie nikotinhaltigen E-Zigaretten und Tabakprodukten zum Erhitzen. Gemäss Parlamentsauftrag wurden jedoch gewisse Vorschläge fallen gelassen. So wurden die Werbeverbote in Kinos, auf Plakaten und in der bezahlten Presse gestrichen.Mehr zum Thema:Tabakproduktegesetz 2.0: Jugendschutz «Ultra-Light»Minderjährige sollen schweizweit keine Zigaretten kaufen dürfen
Kinder und Jugendliche sind der Werbung für Tabakprodukte massiv ausgesetzt. Dabei ist gerade für diese Altersgruppe die Gefahr abhängig zu werden, besonders gross. Verglichen mit anderen europäischen Ländern schneidet die Schweiz beim Jugendschutz immer noch schlecht ab. Rauchen ist immer noch die häufigste Ursache für Krebs. Die Krebsliga setzt sich deshalb mit diversen Massnahmen für die Tabakprävention ein.
Im Kanton St. Gallen fehlt eine gesetzliche Grundlage für polizeilich begleitete Alkohol- und Tabak-Testkäufe. Die Fachstelle Jugendschutz im Gesundheitsdepartement bietet daher Testkäufe ohne polizeiliche Begleitung an. Ziel dieser Testkäufe ist, Betriebe und Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und so die Verstossquote zu senken. Nun liegen die Auswertungen aus den Jahren 2012 bis 2016 vor: Mehr als die Hälfte aller St.Galler Gemeinden nutzen das Angebot. Die durchschnittliche Verstossquote liegt bei 33 Prozent.